Geschäftsbericht 2017

Generalversammlung 2017

Grünes Licht für die Geschäftspolitik

«Eine deutliche Mehrheit der Genossenschafter bestätigte den Kurs des Verwaltungsrates und die Massnahmen zur Modernisierung des WIR-Systems.»




Jedes Jahr im Mai treffen sich die Genossenschafterinnen und Genossenschafter zur Generalversammlung der WIR Bank im Kongresszentrum der Messe Basel. Sie zeigen damit, wie wichtig es ihnen ist, die Geschicke der WIR Bank mitzubestimmen. Auch der Pflege des Netzwerkes wird ein grosser Platz eingeräumt: beim morgendlichen Kaffee vor sowie beim Apéro und Mittagessen nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung treffen sich WIR-Geschäftspartner aus der ganzen Schweiz und aus allen Branchen zum regen Austausch.

Starke Zahlen und Diskussionen
Trotz des starken Geschäftsabschlusses - Kreditvolumen, Kundeneinlagen und Gewinn konnten gesteigert und die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt werden – charakterisierten lebhafte Diskussionen die Ausgabe 2017 der Generalversammlung. Im Vorfeld hatten nämlich zwei Firmenkunden via die Medien massiv Stimmung gegen die Geschäftspolitik der WIR Bank gemacht. Ihre Kritik betraf die Neuausrichtung des WIR-Systems sowie die entsprechend angepassten Geschäftsbedingungen.

Worum ging es genau? Blenden wir zurück: Am 1. November 2016 hatte die WIR Bank für ihre Geschäftskunden neue Regeln eingeführt. Mit dem Ziel, dass die KMU-Plattform auf wirmarket.ch grösser und transparenter werden soll. Dazu wurde die Kategorie der «unsichtbaren» KMU-Kunden abgeschafft. Im Rahmen ihrer Digitalisierungsoffensive führte die WIR Bank zudem neue digitale Instrumente ein, welche die Abwicklung von Geschäften zwischen den KMU-Kunden erleichtern und so den schleichenden Umsatzrückgang im WIR-Geldgeschäft – verursacht hauptsächlich durch das tiefe Zinsumfeld – aufhalten soll.

Nicht alle Geschäftskunden der WIR Bank waren mit diesen Neuerungen einverstanden und einige verliessen das WIR-System. Allerdings nicht scharenweise, wie in den Medien zu lesen war. Diese Bereinigung der Kundenbasis war durchaus gewollt und fügte dem WIR-System keinen Schaden zu, da es sich bei den Abgängen um mehrheitlich inaktive Kunden handelte. Im Gegenteil: Das WIR-Netzwerk geht so nun gestärkt mit aktiven, sichtbaren und motivierten Teilnehmenden in die Zukunft.

Angeregte Diskussionen, aber letztlich keine Überraschungen: Eine deutliche Mehrheit der Genossenschafter bestätigte den Kurs des Verwaltungsrates und die Massnahmen zur Modernisierung des WIR-Systems. Sie erteilten dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung Décharge und stimmten Lage- und Vergütungsbericht zu. Die Vorstösse der WIR-Kritiker blieben chancenlos.

Verwaltungsrat wiedergewählt
Als weiterer Vertrauensbeweis erfolgte auch die Wiederwahl des Verwaltungsrates mit grosser Zustimmung. Neben Präsident Oliver Willimann wurden auch die bisherigen Georg Anthamatten (Vizepräsident), Jürgen Bletsch, Petra Müller, Marc Reimann, Kornel Tinguely und Karin Zahnd Cadoux von den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern in ihrem Amt bestätigt.